Archiv

VBC Lalden - VBC Oftringen 3:2
Turnhalle, Lalden, 39 Zuschauer, 1. SR. C. Nellen, 2. SR. J. Loretan
Sätze: 21:25 (18’); 25:20 (21’); 25:21 (23’); 13:25 (26’); 15:13 (16’)
Total: 1 Stunde und 46 Minuten

VBC Oftringen
M. Bolliger, S. Benz, V. Benz, Burger, Dürig, Gloor, Leitner, Maia, Meier, Nguekiwian, Rössler, Weingard, Zihlmann
Coach: Marcel Murri
Oftringen ohne: Lazarevic, Stalder 

VBC Lalden
Wyssen, Hulter, Gasser, Schmid, Pfaffen, Karlen, Imstepf, Pfamatter, Ruffiner
Coach: L. Imstepf
Assistenzcoach: S. Schnydrig 

geschrieben von Aline Leitner

Leider nein

Nach einer mehr oder weniger langen Zuganreise mit einer mehr oder wenigen langen Wartezeit vor Ort vor der Halle, startete der VBCO pünktlich um 18 Uhr die Punktejagd gegen den VBC Lalden. Das Ziel war klar: ein drei-Punkte-Sieg musste her, damit die Chancen auf den Ligaerhalt via Barrage noch realistisch waren.

Oftringen erwischte einen guten Start in den ersten Satz und war vor allem in der Annahme sehr stabil. So war auch das Side-Out-Spiel von Erfolg gekrönt. Alles schien zusammen zu passen. Der VBCO zog weiter davon und umspielte die Defense von Lalden gekonnt. Doch dann der Einbruch: der VBCO patzte in der Annahme und spielte im Angriff zu wenig konsequent - «Büsibälle» halt. Nach einem zwischenzeitlichen Taucher und einer kurzen Aufholjagd von Lalden verwertete der VBCO den ersten Satzball zum 25:21.

Der VBCO erwischte wiederum einen stabileren Start als Lalden und konnte dank konzentrierter Leistung in der Annahme auf allen Angriffspositionen punkten. Alles lief wie am Schnürchen, doch Lalden drehte plötzlich auf. Nach einer Mini-Service-Serie hatte Lalden die Nase vorne und spielte dann auch noch die Defense des VBCOs mit kurzen Finten-Bällen in das «Lagerfeuer» aus. Oftringen reagierte zu träge in der Verteidigung und konnte den Satzverlust (20:25) nicht mehr abwenden.

Dritter Durchgang: ein ausgeglichener Start. Der VBCO war in der Defense immer noch träge unterwegs. In der Annahme und folglich auch im Side-Out-Spiel klappte es indes wieder besser. Auch die Services des VBCO waren nun wieder druckvoller, was in einem Vorsprung des VBCO resultierte. Doch diesen zu verwalten gelang den Oftringerinnen nicht. Immer wieder fiel der Ball ins Zentrum des Feldes. Der VBCO brauchte lange, zu lange, um sich wieder aus dieser Negativspirale hinauszubefördern. Erst gegen Ende des Satzes griff der VBCO nochmals mit allem, was er hatte an. Doch dies genügte nicht mehr: mit 25:21 bejubelte Lalden den Satzgewinn Nummer 2 und sicherte sich so den ersten Tabellenpunkt des Spiels.

Im vierten Satz – nach dem es für einen drei-Punkte-Sieg schon zu spät war – war beim VBCO die Handbremse plötzlich gelöst. Die Annahmeleistung war praktisch makellos, Defenseaktionen gelangen und die Angriffe der Oftringerinnen waren einerseits kraftvoll und clever gespielt. Nach einigen langen Ballwechseln und 26 Spielminuten, in denen die Oftringerinnen eigentlich bewiesen, was sie konnten, war der Satzausgleich mit 25:13 geschafft.

Im letzten Durchgang sah es eigentlich lange gut aus für den VBCO. Doch der fünf-Punkte-Vorsprung konnte nicht verwaltet werden. Lalden liess sich nicht ins Bockshorn jagen, holte vor dem lautstarken Heimpublikum Punkt für Punkt auf und so wechselten die Teams bei einem fast ausgeglichenen Spielstand die Seiten. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit weiteren guten Leistungen des VBCO in Annahme und im Angriff, verwertete jedoch Lalden den ersten Matchball des Tages und sicherte sich mit einer Finte – what else?! – zum 15:13 den Zusatzpunkt.

Der VBCO muss sich also mit nur einem Tabellenpunkt begnügen. Die stabilen Phasen in der Annahme und im Angriff glichen die unkonzentrierte Leistung in der Defense nicht aus. Die Chancen auf den Ligaerhalt sind nun verschwindend klein: Oftringen muss gegen Uni Bern 3:0 oder 3:1 gewinnen, während Lalden mit 3:0 oder 3:1 gegen das letztplatzierte Team aus Solothurn verlieren müsste. Nur dann wäre der Barrageplatz noch in Reichweite. Ob dieses Kunststück dem VBCO noch gelingen wird, entscheidet sich am 16. Februar 2019 um 18 Uhr – am letzten Heim- und Meisterschaftsspiel – in der Mehrzweckhalle in Oftringen.

746 Views • Kategorien: Damen 1
« 3:1-Sieg im drittletzten Saisonspiel » Zurück zur Übersicht « So ein Habakuk! »
Archiv