Hart erkaempfter Sieg
VBC Oftringen – Kanti Baden 2 3:1
MZH Oftringen. 42 Zuschauer. SR: Baumann / Schönenberg
Sätze: 16:25 (22 Minuten), 25:23 (28), 27:25 (27), 25:21 (28). Total: 1h 54min.
VBCO: Hochueli, Hächler, Stäheli, Peyer, Haug, Rössler, Gloor, Do-Thuong. Coaches: R. Frey, Meyer
Oftringen ohne Dürig, D. Frey (verletzt), Leutwyler, Canik, Disler
Kanti Baden: Hasler, Umbricht, Meier N., Meier A., Sutter, Künzler, Baumann, Zoller, Shkodriqi, Horat. Coach: Müller
Hart erkämpfter Sieg
Oftringen startete schwach ins Spiel und liess sich vom jungen Gastteam aus Baden beliebig dominieren. Gegen die mit viel Drall
Geschlagenen Angriffsbälle von der überragenden Nummer 11 Dijana Shkodriqi fand das Team um Rahel Frey kein Gegenmittel.
Nach klar verlorenem ersten Satz wettete wohl kein Zuschauer mehr auf die lethargisch wirkende Heimmannschaft.
Im zweiten Satz zeigte Oftringen ein ganz anderes Gesicht und startete mit einem Punktestand von 5:1. Die Ansprache von Rahel
und Roger in der Satzpause zeigte offensichtlich Wirkung und mit spektakulären Abwehraktionen erkämpfte sich Oftringen stets
einen Vorsprung über mehrere Punkte. Baden zeigte sich beeindruckt und liess die technische Überlegenheit aus dem ersten
Durchgang missen. Erst als sich Oftringen in der Annahme eine Auszeit gönnte, stand es plötzlich wieder 19:19. Mit druckvollen
Services vermochte man aber die bis dahin stabile Badener Annahme zu durchbrechen und entschied den Satz knapp mit 25:23 für
sich.
Das Team aus Baden verlor nun endgültig seine Leichtigkeit aus Satz 1 und erleichterte dem Heimteam mit vielen Aufschlagsfehlern
das Leben im dritten Satz. Oftringen hingegen stellte sich immer besser auf die Angriffe des Gegners ein und brachte mit etlichen
Verteidigungen auf Position sechs den Gegner zum Verzweifeln. Auch variantenreiche Angriffe über die Positionen zwei und vier
brachten das Heimteam auf die Siegerstrasse. Wie im vorherigen Durchgang vermochte das Heimteam sein Niveau aber nicht zu
halten und liess zu, dass Baden wieder auf 19:19 ausglich. Von da an war es ein Kopf an Kopf Rennen in dem technische
Unsauberheiten auf beiden Seiten vom Schiedsrichtergespann ungeahndet blieben. Die Zuschauer erlebten eine Achterbahnfahrt
ihrer Gefühle als beim Satzball der Service einen Meter ins Aus katapultiert wurde und auch Baden seinen Satzball nicht zu verwerten
vermochte. Oftringen entschied durch Nervenstärke und Willen den dritten Satz dann doch noch für sich und gewann mit 27:25.
Wer glaubte, dass Baden sich im vierten Satz ergeben würde, sah sich getäuscht. Beide Teams boten zur späten Stunde beste
Unterhaltung und zeigten spektakuläre Spielzüge - zumeist mit dem besseren Ende für das Heimteam. Baden konnte nämlich nicht
mehr an seine Leistung aus den ersten 25 Minuten des Matches anknüpfen und musste sich nach fast zwei Stunden mit 25:21
geschlagen geben.